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Bruce Springsteen
Berlin-Weißensee, 19.07.1988

Eines der heißesten Open-Air-Konzerte, auf denen ich je gewesen bin! Veranstalter war wieder einmal - wie so oft in der DDR - die Freie Deutsche Jugend, die Jugendorganisation der DDR. Sie hatte das Konzert kurzerhand als »Konzert für Nikaragua« deklariert, obwohl es eigentlich die »Tunnel Of Love« - Tour war.

Um es gleich vorwegzunehmen: zu fotografieren hatte ich von meiner Position aus nicht viel. Die Aufnahme entstand mit einem 200mm Tele, und den Abzug habe ich in der Dunkelkammer auf beinahe maximale Vergrößerung gezogen.

Und zum Konzert selbst - es war großartig und unvergeßlich! Immerhin spielte damals noch Nils Lofgren in der Band. Was mag den Fans bei »Born in the U.S.A.« durch den Kopf gegangen sein? Der Song wurde mit großem Jubel begrüßt. Zu diesem Zeitpunkt ahnte wohl noch niemand, daß gut ein Jahr später die Mauer fallen sollte...

Insgesamt waren - so hieß es später - etwa 130.000 Zuschauer beim Konzert (mittlerweile geht man allgemein von 160.000 Zuschauern aus).


Bruce schrieb später in seiner Autobiografie »Born to Run« über das Konzert: »Die Mauer stand noch, aber in ihrer einst undurchdringlichen Fassade zeigten sich bereits die ersten Risse. Die politische Lage war nicht mehr dieselbe wie noch vor zehn Jahren. Vor mir auf einem offenen Feld stand die größte Menschenmenge, die ich je gesehen und für die ich je gespielt hatte.
Das Ende der wogenden Masse war von der Bühne aus nicht zu erkennen. Selbst genähte amerikanische Flaggen flatterten im ostdeutschen Wind. Auf den Tickets stand, dass wir von der Freien Deutschen Jugend eingeladen worden seien, um ein 'Konzert für Nicaragua' zu spielen?! Das war mir neu! Die Show wurde (eine weitere Überraschung!) in kompletter Länge im Staatsfernsehen übertragen ... mit Ausnahme meiner kurzen Rede über die Mauer, die man kurzerhand rausschnitt.«