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Das Tal im Alpental - Vallis Alpes
Beste Sichtbarkeit: Erstes Viertel oder 6 Tage nach Vollmond
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Der Ostrand des nahezu kreisförmigen Mare Imbrium wird von mächtigen Gebirgsketten gesäumt, die traditionell Namen irdischer Gebirge erhielten. Den Bogen der 950 km langen Montes ApenninusMontes Apenninus →und der 520 km langen Montes Caucasus(950 x 100 km)
bis 5400 m hochMontes Caucasus →setzen die sich über 250 km erstreckenden Montes Alpes(520 x 100 km)
bis 3650 m hoch← Montes Alpesfort. Der östliche Ausläufer der Mondalpen wird Promontorium Agassiz(250 x 50 km)
)bis 2400 m hoch← Promontorium Agassizgenannt.(15 km lang)
schweiz. Geologe 19.Jh.
Aus Boden erstarrter Lava, die dieses Gebiet einst flutete und zur Entstehung des Mare Imbrium führte, ragen einzelne Berge heraus, auch hier waren irdische Formationen Namensgeber: Montes Spitzbergen← Montes Spitzbergenund Mons Piton(60 x 15 km)
1400 m hoch← Mons Piton.(25 x 25 km)
2250 m hoch
Aber auch einige markante Krater befinden sich in dieser Region: Zunächst die drei »A« Aristillus← Aristillus, Autolycus(Ø 55 km)
griech. Astronom 3.Jh.v.Chr.← Autolycussowie Archimedes(Ø 40 km)
griech. Astronom 4.Jh.v.Chr.← Archimedes. Und dann weiter oben Cassini(Ø 83 km)
griech. Mathematiker 3.Jh.v.Chr.← Cassini, der schon so tief im Lavaboden versunken ist, daß nur noch die obersten Kraterwände herausschauen, was bedeutet, daß er älter ist als das Mare Imbrium. In seinem Innern befinden sich zwei weitere Krater, Cassini A und Cassini B. Die Unversehrheit ihrer glatten Kraterrände zeigt, daß sie jüngeren Ursprungs sind.(Ø 58 km)
franz. Astronom 17.Jh.
Das Besondere am Alpental← Vallis Alpesist eine 700 m breite Rille, die sich schlangenförmig duch das Alpental zieht. Zu sehen ist sie nur mit größeren Teleskopen, und das auch nur bei idealen Sichtbedingungen, etwa zum ersten oder letzten Viertel des Mondzyklus. Das Tal im Tal ist immer eine besondere Herausforderung für Forografen. Auf dem unteren Bild ist es zum Teil erkennbar.(130 x 11 km)
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Das ist ein vergrößerter Ausschnitt des oberen Bildes. Quer durch die Mondalpen zieht sich das markante AlpentalVallis Alpes →, das wie ein Schwert die Gebirgskette durchschneidet. Dieser Grabenbruch ist fast 180 km lang und mißt an seiner breitesten Stelle 20 km. Der Talboden besteht aus erstarrter Lava.(130 x 11 km)
Die höchste Erhebung der Mondalpen ist mit einer Höhe von 3,6 km der Mont Blanc← Mont Blanc. Zur besseren Orientierung: Es ist der Gipfel, der den längsten Schatten wirft.3600 m hoch
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Querschnitt durch Pythagoras - © NASA/GSFC/ASU
Die Grafik zeigt einen Querschnitt durch das Vallis Alpes. Deutlich ist die schmale Rille in seiner Mitte erkennbar. (Die Höhenskala ist im Vergleich zur Breitenskala um den Faktor 1:10 vergrößert.)
Quelle:
https://quickmap.lroc.asu.edu/