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Polarlichtinfo

Als die Menschen des Nordens die Natur des Polarlichtes noch nicht erkannten, glaubten sie, daß böse Geister über den Himmel fuhren und ihr Unwesen trieben. Wer einmal hoch im Norden (oder Süden) das Spiel der Polarlichter, das lautlose Wabern, Entstehen und Vergehen der verschlungenen Formen beobachten durfte, kann vielleicht das Entsetzen unserer ahnungslosen Altvorderen - denen es nie an Phantasie mangelte - nachvollziehen.

Sie rannten also in ihre Häuser, verhängten die Fenster und versteckten sich, damit die Dämonen sie unbehelligt ließen. Damit beraubten sie sich eines der schönsten und eindrucksvollsten Ereignisse, die am Himmel zu beobachten sind.

Heute wissen wir daß Polarlichter ihren Ursprung in der Sonnenaktivität haben. Der Sonnenwind - Teilchen hoher Energie - trifft auf das Magnetfeld der Erde, verformt es und wird von ihm (vorrangig in der Nähe der magnetischen Pole) auf komplizierten Bahnen in die oberen Regionen unserer Atmosphäre gelenkt. Dort geben die Teilchen ihre Energie an die Moleküle der Luft ab und regen sie so zum Leuchten an. Es ist das gleiche physikalische Prinzip, nach dem auch die Leuchtstoffröhren arbeiten.

Je nachdem, ob der Teilchenstrom dabei auf Sauerstoff- oder Stickstoffmoleküle trifft, und abhängig von der Höhe, in der das geschieht, leuchten die Polarlichter in den Farben Rot, Grün, Violett oder Blau. Polarlichter in den obersten Etagen über etwa 200 km Höhe können unter günstigen Bedingungen auch bis Mitteleuropa gesehen werden. Sie sind meist statisch und leuchten blaß, vor allem in roten Farben. Am häufigsten kann man Polarlichter in einem ovalen Gebiet rund um den 70. Breitengrad der Erde beobachten. Dort zeigen sie sich in sehr intensivem Grün und sind in einem ständigen Wandel ihrer Formen begriffen. Übrigens treten sie sowohl in den nördlichen Breiten auf (dort heißen sie aurora borealis) als auch in der südlichen Hemisphäre (aurora australis).

Durch Messung des Sonnenwinds und des irdischen Magnetfeldes kann man also die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von Polarlicht vorhersagen. Die Erfordernis eine Vorhersage solcher solaren Ereignisse hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Die enorme Stärke der elektromagnetischen Vorgänge beeinträchtigt nicht nur die Energieversorgung ganzer Regionen, oder die Stabilität der Umlaufbahnen von Satelliten in erdnahen Bahnen, aber auch die Gesundheit der Astronauten in der ISS oder der Passagiere in besonders hoch fliegenden Flugzeugen, deren Route über nördliche Gebiete verläuft.

Zusätzliche Informationen liefern Satelliten, die die Sonne permanent beobachten. Die ermittelten aktuellen Daten stellen verschiedene Organisationen grafisch aufbereitet ins Netz. Die wichtigsten habe ich auf dieser Seite verlinkt.

Aber nicht nur grafische Informationen werden bereitgestellt. Aktuelle Warnungen oder Meldungen über besondere Ereignisse wie besonders heftige können jederzeit von bestimmten Webseiten der NOAA abgerufen werden. Auch diese Meldungen stelle ich in aufbereiteter Form dar.