Home
Über mich
Astronomie
Konzerte
Reisen
Spanien 2026
01
02
03
04
05
06
Karte
Galerien
Aktuelles
Gästebuch
Sitemap
´
Die Reise zur schwarzen Sonne
07.08.-17.08.2026, Spanien
SoFi-Brille
Warten auf
die Finsternis
Blick von Torre de Rada
Blick vom Turm über die Landschaft Richtung Ebro
Wir erreichen den Eingang zum Gelände, zeigen unsere Reservierung vor und empfangen je eine Sonnenfinsternisbrille und eine kleine Flasche Wasser und fahren dann auf staubigem Weg ein paar hundert Meter bis zur abgesteckten Parkfläche. Wir steigen aus und schauen uns erst mal kurz um. Das Hochplateau wird dominiert durch den Torre de Rada (oder auch Torre de Velasco), einen ehemaligen Militärturm. Vom Turm aus hat man einen weiten Überblick über die Landschaft und über den Ebro.

Außer uns sind nur wenige Besucher vor Ort. Techniker bauen eine Soundanlage auf. Auf dem Platz vor dem Turm stehen ein paar Buden, die aber noch geschlossen sind. Daneben steht ein 1000 Liter fassendes Wasserfass, und auch eine mobile Toilette ist vorhanden. Das Beobachtungsgelände ist eingegrenzt durch Flatterbänder, die ihrem Namen alle Ehre machen, denn es weht ein frischer Wind, was den Aufenthalt etwas erträglicher macht.

Dort hinten wird sich die Sonne verfinstern
Es gibt eine Sitzgruppe mit Tisch, die wir gleich belegen. Wir spannen unseren mitgebrachten Sonnenschirm auf und stecken ihn in einen der bereitstehenden (!) Schirmständer. Dann gibt es erst einmal Mittagessen von Mitgebrachtem: Baguette, Käse, Wurst, Cracker und vor allem viel Wasser! Ich steige die 71 Stufen zum Turm hinauf und schaue mich um, fotografiere das Umland, eine trockene und karge Landschaft. Der Turm wurde restauriert, so daß man bequem hinaufsteigen kann.
Unser »Domizil« für die nächsten sieben Stunden
Der Aufbau der Soundanlage ist beendet, und es folgt ein Soundckeck. Die überlaute Musik veranlaßt uns dazu, unseren Standort aufzugeben und unter einem der aufgestellten Pavillons Platz zu nehmen. Der Wind rüttelt an ihnen, aber sie halten stand. Zwar fehlen jetzt Bank und Tisch, aber wir haben ja unsere beiden Hocker dabei, breiten die Picknickdecke aus und packen unserer ganzen Habseligkeiten darauf. Außerdem haben wir jetzt einen größeren Schatten. Der Boden darunter ist allerdings hart, steinig und von Disteln bewachsen.

Mittlerweile sind die vorhergesagten 38°C erreicht. Wir benetzen immer wieder Waschlappen und Tuch, die uns Kühlung verschaffen, wenn man sie über den Kopf legt. Zusammen mit dem unvermindert wehenden Wind bringen sie Linderung. Außerdem kühlt ein um die Trinkflasche gewickeltes nasses Handtuch das Getränk etwas ab.
Lufttanz
Lufttanz am Torre de Rada
Ein Traktor kommt und besprüht die staubige Straße mit Wasser, denn die Fahrzeuge, die hier entlang kommen, erzeugen lange Staubwolken. Dann füllt sich langsam das Gelände, und gegen 17 Uhr wird es voller, denn zu dieser Zeit fährt ein Shuttlebus von Lodosa aus hierher. Die meisten Besucher sind Einheimische bzw kommen aus der Umgebung. Wir sind so ziemlich die einzigen Ausländer; andere Deutsche haben wir nicht getroffen. Etwa jede halbe Stunde werden Durchsagen gemacht und Verhaltenshinweise für die Finsternis in Spanisch, Katalonisch, Französisch und Englisch über Lautsprecher gegeben. Wir gönnen uns etwas Ruhe.

Lufttanz
 
Die Veranstalter hatten eine kulturelle Umrahmung angekündigt, und wir hatten schon bemerkt, daß aus einem Turmfenster zwei Seile herabhängen. An ihnen läßt sich um 19 Uhr ein Tanzpaar, die Compania Subcielo, herab und führt unter großem Beifall der Besucher einen Lufttanz, eine Mischung aus Akrobatik und Tango, auf.