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Die Reise zur schwarzen Sonne
Totale Sonnenfinsternis 29.3.2006, Side/Türkei  
Wetterentwicklung zwischen Bangen und Hoffen
Den Beobachter interessiert natürlich vor allem das Wetter am Tag der Finsternis. Nach den klimatischen Verhältnissen wählt er sich oftmals seinen Beobachtungsort aus. Dabei kann er sich auf verschiedene Quellen stützen: F. Espenak und J. Anderson von der NASA geben lange vor jeder totalen Finsternis ein sehr detailliertes Bulletin heraus, das sich eingehend mit den klimatischen Bedingungen der Gegenden befaßt, über die der Kernschatten der Sonne wandert. Dazu werden Prognosen und Kartenmaterial geliefert. Für die Türkei und das Mittelmeergebiet heißt es darin:
"Die Topografie entlang des Golfs von Antalya bietet eine gute Gelegenheit, aber auch Schwierigkeiten für SoFi-Beobachtungen. Die hohen, die Küste umgebenden Berge trocknen die feuchten Luftmassen, die sich aus West und Nord nähern,während sie die Bildung zusätzlicher Wolken fördern, wenn Luftmassen aus dem Süden kommend an den Hängen aufsteigen. Der beste Freund des SoFi-Beobachters ist der sanfte Anstieg der Küstenebene, was nur eine geringe Auswirkung auf die Wolkenbildung hat. Antalyas südliche Lage und die vorteilhaften Auswirkungen der Umgebung machen es zu einem der sonnigsten Orte der Türkei. Die besten Aussichten für eine wolkenfreie Beobachtung der SoFi bestehen mit 60% Wahrscheinlichkeit in Antalya."
SoFi-Wetterkarte
Einer der sonnigsten Orte - keine gar so schlechten Aussichten. Allerdings sind solche Vorhersagen eben nur die statistische Auswertung vergangener Jahre, die das konkrete Ereignis (den wolkenlosen Himmel am 29.3.06) nicht vorhersagen können, sondern nur die Wahrscheinlichkeit, mit der es eintrifft.

Eine weitere Quelle ist die deutschsprachige Website von www.astrowetter.com, die kurzfristige Vorhersagen trifft, die etwa zehn Tage vorher beginnen und täglich aktualisiert werden. Dabei stützt man sich auf Materialien der Wetterdienste und Satellitenfotos. Nachfolgend habe ich die Entwicklung dieser Prognosen auszugsweise dokumentiert. Darin bestätigt sich auch, daß die Wetterentwicklung trotz aller modernen Prognosemethoden und Rechenmodelle nicht völlig vorhersagbar ist.
7. März: Was jetzt schon geht ist nur reine Statistik
Rund 3 Wochen vor dem himmlischen Schauspiel lassen sich noch keine Aussagen über die meteorologischen Verhältnisse am 29. März treffen.

20. März: Zentrallinie gute Beobachtungschancen
Falls der Trend zur Wolkenverteilung am Mittag des 29.03. allerdings in etwa so eintreffen sollte, wie modelliert, dann wäre abgesehen von ein paar wenigen, dünnen Schleierwolken der Himmel praktisch im gesamten Bereich der Zentrallinie von Libyen über das östliche Mittelmeer hinweg bis weit in die Türkei hinein wolkenfrei.

21. März: Nur leicht bewölkt, westliche Türkei Schleierwolken
Danach würden an der Ostseite eines Tiefdrucksystems mit Schwerpunkt über dem Balkan dichte Wolken bereits die ägäis und den Westen der Türkei überdecken und erste, vorauseilende Schleierwolken könnten nicht nur den Himmel über Anatolien, sondern auch die Stimmung der dorthin gereisten SoFi-Fans durchaus schon etwas trüben.

23. März: Tage Nördliche und zentrale Türkei Wolkenfelder, sonst klar
Zum Glück war das gestern gerechnete Höhentief über dem südlichen Mittelmeer offenbar ein Ausreißer. Die aktuellen Läufe wollen davon jedenfalls nichts mehr wissen.

23. März: Türkei dünne Schleierwolken, sonst wolkenlos
Zwar sollen die Wolkenschleier eines Tiefausläufers über dem Schwarzen Meer auch weite Teile der Türkei erfassen, doch sind sie meist dünn genug, um viel Sonne durchzulassen. über dem Mittelmeer und in Nordafrika werden keine Wolken modelliert, so dass sich für diese Gebiete sehr gute Beobachtungsbedingungen abzeichnen.

24. März: Türkei weiterhin teils leicht bewölkt, sonst wolkenlos
Allmählich stabilisiert sich der Modell-Trend zu überwiegend guten Wetterbedingungen in der Türkei und zu hervorragenden Sichtbarkeitsverhältnissen am östlichen Mittelmeer und in Nordafrika. In der westlichen und südlichen Türkei sollen ein paar dünne Cirruswolken am Himmel entlang ziehen, die den Sonnenschein aber kaum stören.

25. März: Verbreitet wolkenlos, westliche Türkei dünne Schleierwolken
Die Modellberechnungen stabilisieren sich weiter und das bedeutet für die Regionen der Kernschattenzone verbreitet gute bis sehr gute Wetteraussichten. Tiefes Gewölk bleibt ganz außen vor und so können sich die SoFi-Fans in der Türkei allmählich entspannen.

26. März: Dramatischer Modellschock: Türkei unter Wolkenschleppe!
Einen äußerst beunruhigenden Sprung vollführte das GFS-Modell in der Nacht zum Sonntag. In der Türkei Gefahr großflächig dichter Wolkenschichten mit eingelagerten, wandernden Wolkenlücken und in den nördlichen Bergen sogar etwas Regen!

26. März: Zitterpartie Türkei: Wolken wieder etwas dünner gerechnet!
Der Modellschock sitzt tief... Inwischen liegen die Mittagsläufe vor und machen wieder ein wenig Mut, dass die Wolkenpampe sich doch nicht so heftig entwickelt, aber Anlass zu vollständiger Entwarnung geben sie leider noch nicht! Im Ergebnis bleibt festzuhalten: Rund 72 Stunden vor Termin kann sich an der tatsächlichen Wolkenverteilung noch Einiges ändern, - mit etwas Glück auch zum Positiven!

27. März: Vorsichtige Entwarnung: Türkei-Wolken bleiben meist dünn
48 Stunden vor der totalen Sonnenfinsternis können die Sofi-Fans in den meisten Teilen der Türkei wieder aufatmen: Nur im Bereich der nördlichen Gebirge modellieren die Wettercomputer noch dichtere Wolkenfelder! Noch kann sich der Wolkenfahrplan ein wenig verschieben, doch scheint die Gefahr massiv störender Wolkenpakete inzwischen weitgehend gebannt.

28. März: Türkei West bis 40% Cirrus/20 % Altocumulus - Osten besser
24 Stunden vor dem Ereignis wird der Trend zu dünner Bewölkung über der Türkei leider wieder ein bisschen verstärkt. Auch sollen die Schleierwolken in ihrem Westteil noch etwas schneller südostwärts vorankommen. Die exakte Verteilung dieser dünnen Wolkenschleier wird sich allerdings erst kurz vor Termin erkennen lassen, so dass wir mobilen SoFi-Freunden hier nur den Tipp geben können, sich innerhalb der Kernschattenspur möglichst weit östlich zu positionieren.

28. März: Zentral- und Südtürkei bis 40% Cirrus / 20% Altocumulus - Osten wolkenlos
Ein halber Tag vor dem Ereignis ist der Trend für die Zentral- und Südtürkei immer noch durchzogen, wenn auch nicht dramatisch. Vor allem der Anteil mittelhoher Wolken von etwa 20 % kann lokal zu Beeinträchtigungen führen. Je weiter östlich, umso geringer wird der Bewölkungsgrad. über dem östlichen Mittelmeer ziehen allenfalls vereinzelte hohe Schleierwolken auf, sonst ist es wolkenlos. Zusammenfassend kann man also sagen: Reisende in der Türkei und in Nordafrika kommen auf ihre Kosten, sofern sie mobil genug sind, lokalen Wolkenfeldern rechtzeitig auszuweichen.

29. März: Zentral- und Südtürkei bis 30% Cirrus / 20% Altocumulus - Osten wolkenlos
Nur wenige Stunden vor dem Ereignis kann für den grössten Teil der Kernschattenspur eine optimistische Prognose gestellt werden. Die Bewölkung über der Westtürkei kommt etwas langsamer nach Osten voran, als noch gestern Abend gerechnet. Der Anteil mittelhoher Wolken dürfte nur an der Südküste 20 % erreichen, und auch die hohen Wolken bleiben dünn gesät. Die Grenze zwischen nur dünner Cirrenbewölkung und einem beträchtlichen Anteil Altocumuli ist relativ scharf und verläuft zur Totalitätsphase ungefähr von Konya nach Alanya.

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