!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN"> Totale Sonnenfinsternis USA 21.08.2017 Yellowstone Nationalpark


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Die Reise zur schwarzen Sonne
USA August-September 2017
SoFi-Brille
Yellowstone
Nationalpark
Henrys Fork Caldera
Henrys Fork Caldera. Hier brach einst ein Supervulkan aus.
Do 24.8.

Morgens ist vom Regen der Fußteil meines Schlafsacks naß, und wir müssen ihn zum Trocknen ausbreiten, ebenso die Plane und das Zelt, ehe wir weiterfahren. Jetzt aber ist der Himmel blau und die Luft klar, und es verspricht ein schöner Tag zu werden.

Wir fahren weiter nach Nordosten, bergauf, durch den Caribou Targhee National Forest und kommen an den Westrand der Caldera, die vor 1,2 Millionen Jahren beim Ausbruch des Yellowstone- Supervulkans entstand. Bis heute besteht die Gefahr eines erneuten Ausbruchs fort.
Kein freies Plätzchen mehr zum Übernachten im Nationalpark
Schließlich kommen wir wir wieder auf den Hwy 20. In Richtung Yellowstone herrscht reger Autoverkehr; schließlich geht es aufs Wochenende zu, und noch immer ist die Gegend voller Finsternis- Touristen. Nicht lange, und wir erreichen den Ort West Yellowstone, wo wir zum Besucherzentrum fahren und uns einen Annual Pass für die Nationalparks ausstellen lassen. Dort erfahren wir auch, daß sämtliche Campingplätze innerhalb des Nationalparks voll belegt sind.

Vom Ranger bekommen wir den Tip, uns im »Bakers Hole Campground« nahe des Flughafens umzusehen. Er ist nur fünf Fahrminuten entfernt, und wir machen uns auf den Weg.
Unser Stellplatz inmitten von Kiefern
Wir finden tatsächlich den freien Platz Nr. 68, der wie geschaffen ist für uns. Zwischen dünnen Kiefern bauen wir das Zelt auf und können die Plane so über dem Zelt verspannen, auf daß sie etwaigen Regen abhalte.

Dann fahren wir gegen 12 Uhr zurück und in den Nationalpark hinein, wobei wir die Grenze zwischen Montana und Wyoming überqueren. Nach wie vor herrscht starker Autoverkehr.
Im Yellowstone Nationalpark
Im Yellowstone Nationalpark
Anfangs fahren wir durch Nadelwälder, dann weitet sich die Landschaft und gibt den Blick frei auf hohe Berge. Die Landschaft erinnert stark an Kanada. Der Madison River begleitet uns auf unserer Fahrt auf der West Entrance Road. Bei Madison zweigt die Straße ab nach Süden; wir halten uns aber links und fahren jetzt auf der Grand Loop Road entlang des Gibbon River. An den Gibbon Falls machen wir einen kurzen Stop; über eine Kante stürzt der Fluß 26 Meter in die Tiefe.
Beryl Spring
Beryl Spring
Yellowstone ist bekannt als ein Gebiet fortgesetzter vulkanischer Aktivität und als die Region mit den meisten heißen Quellen, Fumarolen und heißen Schlammlöchern weltweit. Aus der Vielzahl von Fotos, die ich in diesen beiden Tagen geschossen habe, ist es mir schwergefallen, eine repräsentative Auswahl zu treffen, ohne daß es dem Betrachter zuviel wird. Ich hoffe, daß mir das gelungen ist...

Die erste dieser Quellen heißt wegen ihrer blauen Färbung »Beryl Spring« und ist mit maximal 89°C eine der heißesten.
Artists Paintpot
Blick auf »Artists Paintpot« vom oberen Abschnitt des Rundwegs
Oftmals sind es nicht nur einzelne Quellen, sondern ganze Gebiete, in denen es brodelt und heiße Dampfsäulen in den Himmel steigen. Hier ist leicht erkennbar, weshalb man dieses Gebilde als des Künstlers Farbtopf bezeichnet hat.

An allen touristischen Attraktionen sind Parkplätze eingerichtet, denn das Parken am Straßenrand ist im gesamten Nationalpark untersagt. Die Parkplätze sind in diesen Tagen aufgrund der hohen Besucherzahlen meist gefüllt, und wir müssen oft mit Wartezeiten rechnen. Die größeren Regionen sind über Fußwege, Trails genannt, zu erkunden.
Thermophile
Bakterien färben das Wasser rot
Anfangs verwundert den Besucher die Vielfalt von Farben in den und rund um die heißen Quellen. Die Erklärung dafür ist ebenso einfach wie erstaunlich: In diesem heißen Wasser gedeiht Leben. Es sind neben Ablagerungen von Schwefelverbindungen thermophile Mikroorganismen wie Cyanobakterien und Algen. Durch chemische und biologische Vorgänge kommt es zu den Einfärbungen, wobei braune und grüne Farben in weniger heißen, orange und gelbe Farben in heißerem Wasser vorkommen. Blaue Farbe weist auf Wasser nahe dem Siedepunkt hin. Die Farben können abhängig von den Jahreszeiten und dem Lichteinfall variieren.
Geysir in Yellowstone
»Das Wasser kocht!«
Aber nicht nur die Farben sind es, die dem Besucher auffallen, sondern auch ein schon von weitem wahrnehmbarer Geruch nach faulen Eiern. Es sind Schwefelwasserstoff und Kohlendioxid, die als vulkanisches Gase ausströmen. Und so werden die Besucher auch darauf hingewiesen, sich beim Auftreten von Übelkeit sofort aus diesen Gebieten zu entfernen.

Und dann ist da noch diese ständige Fauchen überall an den Stellen, an denen durch eine Erdspalte Wasserdampf austritt und in langen Wolken in den Himmel steigt. Für mich war das das beeindruckendste Beispiel dafür, welche gewaltigen Energien sich im Erdinnern aufstauen und nach außen hin Bahn brechen.

Dann besuchen wir die Norris Area, bestehend aus einem Museum, einem Buchladen, der Rangerstation und dem Geyser Basin, einem ausgedehntes Gebiet voller geothermischer Quellen am Rande einer gewaltigen Caldera von 2 km Durchmesser. Vor 640000 Jahren brach hier ein gewaltiger Vulkan aus. Auch hier müssen wir einige Zeit auf einen freien Parkplatz warten. Es dampft und brodelt überall aus der Erde heraus, die Landschaft ist in weißlich-fahle Farben gehüllt, Bäume und Pflanzen fehlen überall dort. Schilder warnen davor, die Absperrungen zu übertreten, weil der Boden teilweise nur eine dünne Kruste ist und die Gefahr eines Einbruchs (in kochendheißes Wasser) besteht. Wir sehen aber an einigen Stellen Losung von Bisons, die offenbar genau wissen, wohin sie treten dürfen.
Das ausgedehnte Areal der »Norris Area«
Auch hier gibt es mehrere Rundwege, und wir entscheiden uns für den Porcelain-Basin- Weg. Es gibt dort Quellen mit Namen wie »Dampfboot-Geysir", »Knisternder See«, »Walmaul«, und besonders »Congress Pool« gibt einem zu denken... An einer Stelle raucht es wie auf einer Müllhalde, und gegenüber liegt der blau schimmernde Crackling Lake.

Angesichts der fortgeschrittenen Zeit entschließen wir uns, nur noch bis zum Roaring Mountain zu fahren und dann umzukehren. Wir finden einen etwa einen Kilometer entfernten Berg vor, an dessen Hang eine einzige Fumarole austritt...
Yellowstone City
Auf den Straßen von Yellowstone City
Dann kehren wir um und verlassen den Nationalpark am Westeingang. Unterwegs beginnt es zu regnen, hört aber später wieder auf. In West Yellowstone schlendern wir durch die Einkaufszone der Stadt. Als wir wir in einem Outdoorladen ein Zweipersonenzelt für $ 69 sehen, entschließen wir uns uns angesichts der bisherigen Erfahrungen bei Regenwetter spontan zum Kauf.

Zurück auf dem Campingplatz wird das neue Zelt sofort aufgebaut; die Plane wird über die Sitzgruppe gespannt. Während des Abendessens beginnt es wieder #as zu regnen, aber wir sitzen ja im Trocknen. Früh gehen wir schlafen.


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